Unternehmensplanung

Quo Vadis?

Diese Frage lässt sich durch das Setzen von Zielen als Vorgabe und Motivation im Rahmen einer Unternehmensplanung beantworten.

Der Prozess, der zu einer realistischen Abbildung der Unternehmensplanung führt, bezieht sowohl interne Strukturen als auch das externe Umfeld eines Unternehmens ein.

Die Unternehmensplanung führt alle strategischen und operativen Detailziele und marktliche Entwicklungen in einem Gesamtbild zusammen und dient als Leitfaden für unternehmerische Entscheidungen.

Im Zusammenspiel mit einem laufenden Plan-Ist-Abgleich wird der Zielerreichungsgrad ermittelt und wenn notwendig Gegensteuerungsmaßnahmen abgeleitet.

Die klassischen Bestandteile der Unternehmensplanung sind

  • Plan-Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Plan-Bilanz
  • Plan-Kapitalflussrechnung (Finanz-/Liquiditätsplanung)
  • Kurzfristige Erfolgsrechnung (KER)


Zusätzlich werden die der Planung zugrunde liegenden Maßnahmen und Planungsprämissen textlich ergänzt.

Viele Märkte sind dynamisch und ändern sich immer schneller. Unter diesen Rahmenbedingungen kann man mit einer vergangenheitsbezogenen Planung leicht daneben liegen und falsche Schwerpunkte setzen. Falsche Annahmen zu Absatz und Umsatz gefährden das Ergebnis. Naben den Trends aus den letzten Planungsperioden lässt sich erst bei Berücksichtigung der Veränderungen im Kaufverhalten der Kunden, der technologischen Neuerungen und aus dem Wettbewerbsverhalten eine wirklichkeitsnahe Planung erstellen.

Eine fundierte Unternehmensplanung wird sowohl im laufenden operativen Geschäft benötigt, damit man Budgets verteilen und die Geschäftsentwicklung kontrollieren kann, als auch für die Hausbanken im Rahmen von Fremdkapitalbeschaffung und Kreditvereinbarungen. Die Unternehmensplanung ist dabei ein wichtiger Bestandteil beim Rating nach Basel II. Bei der Kapitaleinwerbung, namentlich in Verbindung mit Wachstumsvorhaben, ist die Unternehmensplanung ein wichtiger Bestandteil des Businessplans. Aber auch für unternehmensinterne Zwecke, wie z. B. die Einführung neuer Produkte oder die Diversifikation in neue Märkte, ist das Instrument der Unternehmensplanung zur Quantifizierung des Vorhabens sinnvoll.

Inhalte der Unternehmensplanung


Der Stellenwert der verschiedenen Planungsbereiche unterscheidet sich je nach Branche, wirtschaftlicher Lage, Alter des Unternehmens und anderen Einflussfaktoren. Sie bauen i. d. R. auf dem Bereich auf, der innerhalb des Unternehmens den maögeblichen Engpass darstellt. Folgende hierarchische Konstellationen gehen dabei vom Absatz aus, der beispielsweise im produzierenden Gewerbe die Grundlage für weitere Teilpläne bilden kann. (Wenn Absatzmenge bekannt bzw. geplant ist, kann die Produktion geplant werden, daraus geht der Materialbedarf hervor, usw.)

  • Absatzplanung
  • Produktionsplanung
  • Materialbedarfsplanung
  • Personalplanung
  • Beschaffungsplanung
  • Finanzplanung
  • Gemeinkostenplanung / Kostenplanung
  • Liquiditätsplanung (kurzfristige Finanzplanung)
  • Kapitalbedarfsplanung (langfristige Finanzplanung)
  • Investitionsplanung


Die einzelnen Planungsbereiche variieren je nach Bedarf. Obige Auflistung stellt lediglich eine Möglichkeit unternehmerischer Planung dar.

Mit unserem langjährigen Know-how aus der Beratungspraxis erarbeiten wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Unternehmensplanung. Aufbauend auf definierten Planungsprämissen erstellen wir Detailplanungen, die zu einer integrierten Planung der Bestandteile Ertrag, Vermögen und Liquidität zusammengeführt werden. Die Planung dient einerseits als Vorgabe aber auch als Vorschau für die kommenden Geschäftsjahre. In einem laufenden Umsetzungscontrolling definieren wir gemeinsam Maßnahmen zur Erreichung ihrer Ziele

Warum planen wir überhaupt?


Hier ein Beispiel aus dem Sport:

Hochspringer verfeinern tagtäglich ihre Techniken. Von welchem Punkt erfolgt der Start, welcher Bogen muss gelaufen werden, der Absprungspunkt, die Sprungtechnik usw. Zwischenzeitlich werden bei den Herren Höhen bis zu 2,45 m übersprungen.

In einem Experiment unter Wettkampfbedingungen wurde getestet, welche Höhe die Springer springen, wenn die Hochsprunglatte fehlt. Das erstaunliche Ergebnis war, dass die Leistungen ohne das "Ziel" um bis zu 20 % unter den Ergebnissen mit "Ziel" lagen.

Übertragen auf die Betriebswirtschaft zeigt das Beispiel aus dem Sport auf, dass durch eine realistische Unternehmensplanung Ziele besser erreicht werden können.