Seite ausdrucken

Freie Berufe

In Deutschland gibt es derzeit rund 954.000 selbständige Freiberufler in vier Berufsgruppen: Heilkundler (Ärzte, Zahnmediziner, Apotheker etc.); rechts-, wirtschafts- und steuerberatende Freiberufler; Techniker wie beispielsweise Architekten und Ingenieure und schließlich die Angehörigen der Freien Kulturberufe. Doch ungeachtet des breiten Spektrums der freien Berufe gibt es viele Gemeinsamkeiten. Die verabschiedete Unternehmenssteuerreform 2008 lässt zusätzliche Belastungen und erhöhten Aufwand befürchten. Auch die Gesetzgebung der Europäischen Union hat zunehmend unmittelbare Auswirkungen auf die Berufsbilder und Tätigkeitsfelder der Freien Berufe und so führt die Liberalisierung der Dienstleistungsmärkte bereits zu neuen Herausforderungen.

Vor allem im Gesundheitsbereich stehen umfangreiche Reformen, verbunden mit Kosten- und Leistungseinsparungen, an.   Da Wirtschaftsunternehmen und öffentlicher Dienst in den letzten Jahren weniger Absolventen eingestellt haben und die Förderung von Existenzgründungen aus Hochschulen (sogenannte spin-offs) ein besonderes Anliegen von Landes- und Bundespolitik ist, machen sich vermehrt Absolventen selbständig. Dieses zunehmend dynamischere Wettbewerbsumfeld lässt eine effiziente betriebswirtschaftliche Unternehmensführung zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden. Andere Wege zu mehr Marktpräsenz sind größere Einheiten und tiefere Kooperationen. Auch die Aufweichung bestehender Honorar- und Gebührenordnungen erfordern einen größeren Fokus auf die betriebswirtschaftliche Administration.