

Die Druck- und Papierindustrie steht im Zentrum der heutigen Wissens- und Mediengesellschaft. In den vergangenen 20 bis 30 Jahren konnte das Produkt- und Dienstleistungsspektrum durch die zunehmende Technisierung und Digitalisierung erheblich erweitert werden. Die zentrale Position im Wirtschaftsgeschehen macht diese Branche jedoch sehr konjunkturanfällig. Dazu kommt bei der Papiererzeugung noch eine erhebliche Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen.
Cross-Media ist nur einer der Begriffe, der für den rasanten Wandel in der Druckindustrie steht. Er beschreibt die Tatsache, dass es durch digitalisierte Datenverarbeitung bereits in der Druckvorstufe möglich ist, aus diesem einen Datenbestand Publikationen für sämtliche Medien zu generieren. Dienstleistungen, z. B. Datenbankservices oder Datenlogistik, sind heute wichtiger Bestandteil der Branche. Schnelligkeit und Flexibilität bei höchsten Qualitätsanforderungen sind für den Unternehmenserfolg wichtiger denn je. Die Informationen in Druckerzeugnissen veralten heute sehr schnell. Der Druck und vor allem die Papiererzeugung sind sehr anlageintensiv. Obwohl die Nachfrage sehr zyklisch ist, bleiben so nur wenige Möglichkeiten der Kapazitätsanpassung. Darunter leiden insbesondere die vielen mittelständischen Unternehmen der Branche.
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Roland J. Gördes, Geschäftsführender Partner
Kontakt: goerdes(at)grc-ub.de