


Die Situation im Baugewerbe wird von Jahr zu Jahr schwieriger. In den letzten Jahren sind bereits viele Arbeitsplätze in der Branche verloren gegangen.
Neben dem Rückgang der gewerblichen Nachfrage, bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Situation, bereitet vor allem die Lage der öffentlichen Haushalte der Branche Probleme. Diskussionen über Steuergesetzreformen und Änderungen der Förderlandschaft verhindern zudem, dass die private Nachfrage neue Impulse geben kann.
Die öffentlichen Investitionen bleiben derzeit auf das notwendige Minimum beschränkt. Zahlungen werden häufig aufgrund der angespannten Liquidität der Haushalte gestreckt. Infolge dessen wird die Kapitaldecke der Unternehmen weiter strapaziert. Diese ist zumeist schon durch den vor allem durch Niedriglohnanbieter betriebenen Verdrängungswettbewerb und den damit verbundenen Kostendruck sehr dünn.
Die Marktöffnung im Zuge der europäischen Angleichung führt dazu, dass Unternehmen verstärkt darauf angewiesen sind, Rationalisierungs-, Synergie- und Kooperationspotenziale zu suchen und zu nutzen. So entstehen für viele Bauprojekte teilweise komplizierte Leistungsbeziehungen zwischen Unternehmen, die wiederum vielfältige Probleme hervorrufen können (Subunternehmerproblematik).
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Hansjörg Rhöse, Geschäftsführender Partner
Kontakt: rhoese(at)grc-ub.de